Passivhaus
Ein Passivhaus zeichnet sich durch besonders hohe Behaglichkeit bei sehr niedrigem Energieverbrauch aus.
Ein Passivhaus ist ein konsequent weiterentwickeltes Niedrigenergiehaus. Das Konzept wurde in den 1980er Jahren entwickelt von Dr. Wolfgang Feist, Professor für Bauphysik an der Universität Innsbruck und Leiter des Passivhaus Instituts.
Seit nunmehr 30 Jahren wurden mehrere hundert Passivhäuser begleitet und geprüft - so auch das keenco3 Modellprojekt einer Altbausanierung in Hamburg. Tausende Passivhäuser haben sich in Deutschland und Europa praktisch bewährt. Die klaren baulichen Vorgaben an die Qualität und Energieeffizienz des Passivhaus-Standards machen das Konzept zu einem wichtigen Bestandteil nachhaltigen Bauens. Die verbindlichen technischen Standards sind festgelegt im Passivhaus-Projektierungspaket (PhPP) des Passivhaus Instituts. Damit erfüllen Passivhäuser schon heute die Ansprüche von morgen.
Die besonders hohe Energieeffizienz wird vor allem durch eine "passive" Nutzung von Energie erreicht: Durch die optimale Dämmung reicht die Wärme von Personen oder der Sonne in der Regel vollständig aus, um eine behagliche Raumtemperatur zu erhalten.
Ein Passivhaus funktioniert nach dem Prinzip eines Iglus, in dem es durch die kompakte Bauweise und die hohe Dämmwirkung des verdichteten Schnees trotz extrem niedriger Außentemperaturen innen wohnlich warm ist. Das Schema eines Passivhauses mit automatisierter Komfortlüftung:

Durch die optimale Wärmedämmung sowie wärmebrückenfreie und dichte Gebäudehülle sparen Sie Energiekosten und gewinnen an Komfort. Die besondere Qualität der Passivhaus-Fenster sorgt dank sehr geringer Wärmeverluste für mehr Behaglichkeit in Ihren Wohnräumen. Dank des hohen baulichen Standards vermeiden Sie Folgekosten für Nachrüstungen von vornherein. Eine bessere Dämmqualität ist auch in Zukunft nicht mehr erforderlich, oder anders ausgedrückt: "Mehr bringt nicht mehr!"
Um Wärmeverluste so gering wie möglich zu halten, setzt das Konzept auf eine Gebäudehülle, die unkontrollierte Lüftungsverluste vermindert. Der Vorteil für Sie liegt in einer schimmelfreien Innenraumqualität mit gleichbleibend hohem Komfort. Um Ihnen das zu ermöglichen, wird eine automatische Lüftungsanlage eingebaut. Diese sorgt für hygienisch einwandfreie Luft. Feuchtigkeit und Gerüche werden ebenso gefiltert wie Staub und Pollen. Gerade für Allergiker ist dies ein wichtiger Pluspunkt. Komfortabel ist sie auch, wenn man wegen Berufstätigkeit oder Urlaub nicht zum empfohlenen regelmäßigen Lüften kommt. Natürlich dürfen Sie die Fenster öffnen - aber Sie brauchen es nicht (mehr).
Wird in die Lüftungsanlage zusätzlich ein Heizungselement integriert, kann diese den geringen Restwärmebedarf zur Bereitstellung der Raumwärme übernehmen.
Die Passivhaus-Werte in Zahlen:
- Jahresheizwärmebedarf: 15 kWh/m² (entspricht ca. 1,5 Liter Heizöl pro m² und Jahr)
- Primärenergiekennzahl für Restheizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Haushaltsstrom: 120 kWh/m² wird nicht überschritten
- Infiltrationsluftwechsel: bei 50 pa kleiner 0,6 /h
Für Sie als Bewohner eines Passivhauses bedeutet das:
Bei 160 m² Wohnfläche und einem angenommenen Gaspreis von 7,5 ct/kWh ergibt sich so eine Gas-Rechnung von 180 Euro im Jahr bzw. monatlich 15 Euro für den Heizwärmebedarf.
Die Energieeinsparung beim Heizen beträgt 80% gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen Neubaustandards, gegenüber einem Altbau ist der Spareffekt noch größer.
Allerdings spielt auch ihr Nutzungsverhalten eine Rolle: Wärme geht verloren, wenn Sie im Winter die Fenster lange auf Kipp stellen; der Spareffekt relativiert sich, wenn Sie statt bei 20 Grad Celsius Raumwärme lieber zusätzlich aufheizen. Dies ist vergleichbar mit einem 3 Liter Auto, das Sie durch eine andere Fahrweise auch mit höherem Benzinverbrauch nutzen können.
Mit Blick auf die Zukunft lohnt es sich gerade bei Neubau, aber auch bei älteren Gebäuden, die ohnehin saniert werden müssen, direkt auf das effizientere Passivhaussystem zu setzen.
Ihr wirtschaftlicher Vorteil: Weil Passivhäuser umweltfreundlich sind, werden sie von der KfW durch zinsverbilligte Kredite gefördert, ebenso Sanierungen mit Passivhauskomponenten. Aktuelle Zinskonditionen finden Sie bei der KfW Förderbank:
http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/index.jsp
Leben Sie in der Hansestadt Hamburg, bekommen Sie für den Bau eines Passivhauses auch einen direkten finanziellen Zuschuss.
Möchten Sie ein Passivhaus bauen oder Ihre Immobilie im Passivhausstandard sanieren? Setzen Sie sich gerne unverbindlich mit uns in Verbindung.
Wir planen Ihren individuellen Haustraum und rechnen Ihnen vor, wie sich der Passivhausstandard in vielerlei Hinsicht für Sie lohnt.
Ökologisch, ökonomisch und nachhaltig. Natürlich in Holz!
Informationsmaterial zum Passivhausbau und Veranstaltungshinweise finden Sie bei der IG Passivhaus: http://www.ig-passivhaus.de
Auch das Passivhaus Institut bietet Hintergrundinformationen und Material zur Funktionsweise von Passivhäusern: www.passiv.de
Konzept eines Passivhauses und Fachbegriffe erklären:
- http://passipedia.passiv.de/passipedia_de/ (Wissensdatenbank)
- http://www.energiesparhaus.at/gebaeudehuelle/passivhaus.htm
Referenzen
Passivhausneubau in Holzbauweise
EFH, Leistungsphasen 1 - 8 Gebäudehülle und
Leistungsphase 1-8 technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Baubeginn Januar 2012
Für ein junges Paar realisiert keenco3 den Neubau eines modernen Einfamilienhauses in Passivhausbauweise.
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Passivhausanbau
Leistungsphasen 1-8 Gebäudehülle und
Leistungsphase 1-8 Technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Bei dem Projekt A39 handelt es sich um einen Passivhausanbau an ein Siedlerhaus aus den 1950er Jahren. Es galt eine ansprechende Symbiose zwischen Bestand und Neubau unter den gegebenen gesetzlichen Randbedingungen zu finden. | Weiterlesen …
Energetische Altbausanierung zum Passivhaus
EFH, Baujahr 1909, Planungsleistung: Phase 1 - 8 incl. TGA, Sanierung 2010/2011
Die Sanierung des Altbaus zum Passivhausstandard ist erfolgreich abgeschlossen: keenco3 plante und betreute die energetische Sanierung des Wohngebäudes in Hamburg-Harburg.
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Passivhausneubau mit Massivholz
Ein-Familien-Haus, Neubau 2010Das Passivhaus in Hamburg-Harburg wurde in Massivholzbauweise erstellt. keenco3 war verantwortlich für die Planung der Gebäudehülle und die komplette technische Analgenausrüstung.
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Entwurf eines Passivhauses in Holzbauweise
Ein-Familien-Haus, Neubauplanung 2010keenco3 erstellte den Entwurf für ein modernes Einfamilien-Passivhaus in Holzbauweise.
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Passivhausneubau in Holzbauweise
EFH, Leistungsphasen 1 - 3, Baujahr 2008
Für eine junge Familie enwarf Jörg Lengler dieses Passivhaus in Holzbauweise.
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